MR-Becken
Die MRT-Methode zeichnet sich durch einen hohen Gewebekontrast sowie eine hohe räumliche Auflösung aus, weshalb sie zur genauen Beurteilung von Beckenorganen wie Prostata, Samenblasen, Gebärmutter, Eierstöcken, Eileitern oder Blase eingesetzt wird.
Anatomie des Beckens
Das Becken ist eine der größten Strukturen des menschlichen Körpers. Seine Aufgabe ist es, das gesamte Gewicht des Oberkörpers zu tragen und den Druck auf die unteren Gliedmaßen zu übertragen. Seine Struktur unterscheidet sich geringfügig zwischen dem weiblichen und dem männlichen Geschlecht, aber bei beiden Geschlechtern ist es in zwei Hauptteile unterteilt, nämlich das große und das kleine Becken. So wird das Becken von den beiden Beckenknochen (die durch die Schambeinfuge miteinander verbunden sind), dem Kreuzbein (das über die Iliosakralgelenke mit den Beckenknochen verbunden ist) und dem Steißbein gebildet. Natürlich befinden sich auch eine Reihe von Muskeln, Bändern, Nerven und Blutgefäßen innerhalb des Beckens.
Wie sieht die Untersuchung aus? Wie sollte ich mich auf eine MRT-Untersuchung des Beckens vorbereiten?
Die MRT des Beckens erfordert in der Regel die Verabreichung eines Kontrastmittels. Aus diesem Grund muss sich die Patientin gut auf die Untersuchung vorbereiten, um die bestmögliche Bildqualität zu gewährleisten.
- Vor der Untersuchung sollten Sie nüchtern sein. Während dieser Zeit können Sie kleine Mengen Wasser trinken und regelmäßig eingenommene Medikamente einnehmen.
- Sie sollten alle Diagnosen des zu untersuchenden Körperbereichs mitbringen (Aufzeichnungen und Beschreibungen von Untersuchungen, Krankenhausentlassungen, falls es Behandlungen und Operationen gegeben hat). Wenn der Patient eine onkologische Vorgeschichte hat, bringen Sie bitte alle medizinischen Unterlagen im Zusammenhang mit der Krebserkrankung mit.
- Bei der MRT des Beckens müssen Sie in einer festen Position bleiben. Der Patient bleibt während der Untersuchung bekleidet. Wir empfehlen Ihnen daher, bequeme Kleidung zu tragen, die keine Metallteile – Knöpfe, Reißverschlüsse usw. – enthält. Elektronische Geräte und Zahlungskarten dürfen ebenfalls nicht in das MRT-Labor mitgenommen werden, und Schmuck, Uhren, Brillen, Hörgeräte oder Zahnprothesen müssen vor der Untersuchung abgelegt werden.
- Vor der MR-Untersuchung des Beckens ist es obligatorisch, dass der Patient seinen Darm mit einem speziellen Abführmittel von verweilendem Inhalt reinigt, worüber das Personal von PP DIAGNOSTYKA den Patienten jedes Mal informiert (wie bei einer Darmspiegelung). Dadurch wird die Qualität der aufgenommenen Bilder zum Wohle des Patienten erheblich verbessert.
Was sind die Kontraindikationen für eine MRT des Beckens?
Die MRT des Beckens ist eine sehr sichere Untersuchung. Es gibt jedoch mehrere Kontraindikationen für ihre Durchführung. Es ist daher wichtig, dass Sie die Person, die die Untersuchung überwacht, vor der Untersuchung über die folgenden Umstände informieren:
- Schwangerschaft – RM wird normalerweise nicht im ersten Trimester durchgeführt;
- Allergie gegen Kontrastmittel;
- eine kürzlich durchgeführte Biopsie des zu untersuchenden Organs – Hämatome und Heilungsprozesse können das mit der MRT gewonnene Bild beeinträchtigen. Letztere sollte daher frühestens 6-12 Wochen nach der Biopsie erfolgen (der genaue Zeitpunkt hängt davon ab, ob es sich um eine Feinnadel-, Dicknadel- oder offene Biopsie handelt);
- implantierter Herzschrittmacher, Neurostimulator, Kardiostimulator, Insulinpumpe oder Cochlea-Implantat – das starke Magnetfeld, das während der RM erzeugt wird, stört die Funktion dieser Geräte;
- das Vorhandensein von Metallimplantaten oder Fremdkörpern aus ferromagnetischen Materialien – diese Magnetfelder können gewebeschädigende Bewegungen von Gegenständen wie Schrotkugeln, Geschossfragmenten, Metallspänen im Auge (z.B. bei Drechslern oder Schlossern), Gefäßklammern und Clips oder Endoprothesen verursachen.
HINWEIS: Die meisten modernen Implantate und Endoprothesen, die im menschlichen Körper eingesetzt werden, bestehen heute aus Materialien, die sicher in einem elektromagnetischen Feld platziert werden können und daher keine Kontraindikation für eine MRT darstellen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie Unterlagen mit sich führen, aus denen genau hervorgeht, aus welchem Material sie hergestellt sind.