Was sind die Merkmale von URO-TK
Die Urographie ist, wie der Name schon sagt, eine Untersuchung, die fast das gesamte Harnsystem abdeckt, d.h. die Nieren, die Harnleiter und die Blase mit einem Fragment der Harnröhre. Wenn eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung nicht ausreicht, um diese Organe eindeutig zu beurteilen, oder wenn bei diesen Untersuchungen besorgniserregende Tumore oder Strukturen gefunden werden, werden die Patienten sehr oft zu einer CT-Untersuchung der Harnwege, dem sogenannten URO-CT, überwiesen.
Die CT-Bildgebung dieser Organe ist äußerst effektiv. Sie ist fast immer in der Lage, alle klinischen Zweifel zu zerstreuen, sowohl onkologische (im Zusammenhang mit neoplastischen Prozessen) als auch die Lage von Nieren-, Harnleitersteinen oder Steinen in der Blase perfekt darzustellen. Sie zeigt auch Harnstauungen entlang des gesamten Systems und ermöglicht die Beurteilung der Dicke der Schleimhäute in den betroffenen Organen.
Nur die Magnetresonanztomographie (MR) kann mit der Genauigkeit der CT-Bildgebung mithalten. Allerdings können wir bei der MR-Bildgebung nicht gleichzeitig den Bauch und das Becken abdecken, hier ist die CT im Vorteil.
Verlauf der Studie
Die CT-Untersuchung beginnt oberhalb des Zwerchfells und deckt die gesamte Bauchhöhle bis zur Blase ab, um eine Vielzahl von Erkrankungen des Harnsystems zu erkennen.
Diese Untersuchung wird sehr oft mit Kontrastmittelverstärkung durchgeführt. Die gesamte Untersuchung besteht aus 4 Scans, den sogenannten Phasen. Diese umfassen:
- Native Phase – Darstellung des Harnsystems vor der Kontrastmittelgabe,
- Arterielle Phase – zeigt das Verschattungsmittel in den Arterien und Strukturen, die schnell von arteriellem Blut beeinflusst werden, z.B. die Nierenrinde,
- venöse Phase – hier hat das Abschattungsmittel, der sogenannte Kontrast, Zeit gehabt, durch den Körper zu „diffundieren“ und zeigt das venöse Gewebe der Organe sowie viele Tumore und Zysten,
- verzögerte Phase – wenn das Kontrastmittel bereits von den Nieren aufgenommen wird und durch die Harnleiter in die Blase fließt, um die Effizienz des Urinflusses und eventuelle Stauungen zu beurteilen.
Manchmal wird die URO-CT ohne Verabreichung eines Schattenmittels durchgeführt, wenn es dem Arzt genügt, die Lage und das Volumen der Ablagerungen bei Harnwegssteinen zu zeigen.
Vorbereitung auf die URO-CT-Prüfung
Die Untersuchung dieses Körperteils kann je nach klinischer Notwendigkeit mit oder ohne ein Abschattungsmittel, das so genannte Kontrastmittel, durchgeführt werden. Die Entscheidung, ob ein Kontrastmittel verwendet werden soll oder nicht, wird vom überweisenden Arzt und/oder dem bei der Untersuchung anwesenden Radiologen getroffen.
Bei dieser Untersuchung mit Kontrastmittel müssen Sie nüchtern sein und außerdem Ihren Kreatininwert und den eGFR-Wert aus dem Blut bestimmen lassen. Wenn Sie Schilddrüsenprobleme haben, sollten Sie auch Ihren Thyreotropin-Hormonspiegel, den so genannten TSH-Spiegel, überprüfen lassen.
Wie bei jeder CT-Untersuchung mit ionisierender Strahlung ist es notwendig, eine aktuelle Überweisung für die URO-CT-Untersuchung mitzubringen.